Gunung Ledang (1276 m),
 

oder auch Mount Ophir genannt, ist der höchste Berg im Staate Johor und ganz Südmalaysias. Der erste Europäer, der diesen Berg bestieg, war der berühmte Naturforscher Wallace Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Berg ragt ohne vorgelagerte Berge oder umgebendes Gebirge unmittelbar aus der Ebene empor ganz in der Nähe der Meeresstraße von Malacca.
Eigentlich ist die Besteigung dieses Berges eine 2-Tages-Tour. Aus Zeitgründen mußte ich die Tour aber an einem Tag machen. Insgesamt sind 1500 Höhenmeter und ca. 20 Kilometer zu bewältigen. Die Temperaturen bewegen sich unten auf Meereshöhe bei 30-35 Grad Celsius, auf dem Gipfel angenehme 10 Grad kühler.
An den Berghängen ist der wunderschöne Primärurwald noch voll erhalten und man kann viele Pflanzen und Tiere sehen, vor allem farbenfrohe Insekten, aber auch Affen. Außerdem ist es sehr interessant den Wechsel der Flora zwischen dem Parkeingang auf 50 m üNN und dem Gipfel zu beobachten.
 
 


Der Gunung Ledang
von der Hauptstraße, wo ich mit dem Local Bus ankam.
Morgens war er noch von Wolken umgeben. Diese verzogen sich aber sehr schnell.

Der Aufstieg
durch den Urwald war eine Augenweide, vor allem wegen der vielen Wasserfälle.

Aber super anstrengend
war es auch, sich bei 30 Grad Celsius bergauf zu quälen. Auf der Bergtour trank ich über 8 Liter Wasser!

Noch ein Wasserfall.
Im ganzen waren es wohl 15 oder 20 Stück. Einer schöner als der andere.

Schon total fertig,
aber der Spaß ging erst genau hier los!

Manchmal lichtete sich
der Urwald und gab den Blick auf die Ebene (Richtung Süden) frei.

Die eigentliche Anstrengung
lag bei den Dutzenden von steilen Felsplatten (bis zu 20 Meter hoch), die es mit Hilfe von Fixseilen zu überwinden galt. Mit schwerem Rucksack ein sehr, sehr mühsames Unterfangen!

Auf dem Gipfel (1276 m)
Total erschöpft mußte ich erstmal eine lange Pause machen bei zur Abwechslung mal erträglichen 20 oder 25 Grad.

Eine Telekomstation
auf dem westlichen Vorgipfel. Im Hintergrund im Dunst ist gar nicht weit weg die Meeresküste zu sehen.

Blick zurück zum
Ausgangspunkt an dem viereckigen See, wo ich einige schweißvolle Stunden zuvor gestartet war.

Das war mein Schlafquartier
unten am Parkeingang. Ich hatte keine Kraft mehr, um noch die 2 km bis zur Hauptstraße zu laufen.

Sehr spartanisch, aber
an diesem Abend war mir gerade alles so sch...egal! Ich schlief 12 Stunden!

Tolle Hüttensiedlung.
Keine Fenster, kein Licht, kein Bett... Das ultimative Dschungelerlebnis! Ihr könnt euch nicht vorstellen, was der Dschungel nachts für Geräusche von sich gibt!!

Zurück in Johor Bahru,
dem malaysischen Grenzort an der Brücke nach Singapore. Gegenüber "erstrahlt" die Skyline von Woodlands, dem nördlichsten Stadtteil Singapores.

Die "Lebensader" von
Singapore, im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem Damm zwischen Singapore und Malaysia sind eine 8-spurige Autobahn, die Eisenbahnlinie und 3 dicke Trinkwasserleitungen, ohne die Singapore nicht existieren könnte!

Blick zurück vom Damm
auf Johor Bahru. "JB" hat 330.000 Einwohner und lebt eigentlich nur von der Nähe zu Singapore. Ansonsten eine häßliche und dreckige Stadt, die nix zu bieten hat.

Die Mega-Zoll-Komplex
auf Singapore-Seite. Es ist immer insgesamt 1 Stunde Aufwand, bis man endlich wieder in Singapore drin ist.
     



Singapore-Bilder
   Gunung Ledang   
Südostasien


©  Daniel Gunkel, 08 Jul 2001
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